Review - Fan Fair 1999

 

Fan Fair 1999

Was die Fan Fair ist, muss man den Countryfans wohl nicht erklären, da ich aber hoffe, dass sich auch Andere auf diese Seite verirren, hier eine Erklärung: Die grösste Country-Party der Welt in "Music-City U.S.A.", Nashville.


Fan Fair Bühne


Am 12. Juni
Los ging es Richtung Nashville. Nach einem langen Flug kamen wir mit ca. einem halben Tag Verspätung an. Hier lernten wir zuerst unsere Reiseleiterin, Maya, kennen. Sie informierte uns jeden Morgen über die Musiker und diversen Shows, welche am jeweiligen Tag stattfanden und versorgte uns auch mit Hintergrundinformationen über die Country-Musik Szene.
Die Fan Fair 1999 konnte beginnen.

Sonntag, 13. Juni
Am Sonntag stand ein Softball-Spiel auf dem Programm, bei welchem sich die Grossen und Kleinen der Country-Szene beim amerikanischen Nationalsport vergnügen. Eine klare Sache, dass wir da auch dabeisein wollten.
Als wir im Stadion ankamen, wurde innen schon gespielt und wir suchten unsere Plätze auf. Das Spiel war ganz schön amüsant, auch wenn uns die Regeln nicht ganz klar waren. Während den Spielpausen wurden die Tanzeinlagen der Cheerleader als Abwechslung dankend angenommen. Wer das Spiel gewonnen hatte, kann ich wegen mangelnde Regelkenntnisse, nicht mit Bestimmtheit sagen, spielte aber auch keine Rolle.

Montag, 14. Juni
Ab heute: "Country-Music all the time". Die einzelnen Konzerte wurden gemäss den Plattenlabels aufgeteilt. In zwei- bis dreistündige Shows präsentierten die Plattenfirmen ihre Künstler und Musiker.
Während die Konzerte Openair waren, hatten sich die verschiedensten Fanclubs in den Hallen eingemietet. Diese Stände werden von den Künstler selber finanziert und hier sind sie dann anzutreffen, wenn sie ihre Autogramme geben. Je nachdem wie beliebt (oder berühmt) sie sind, ist die Warteschlange dementsprechend lang.
Nach jedem letzten Konzert am Abend gibt es noch ein Feuerwerk, als krönender Abschluss des Tages.

Alan JacksonDienstag, 15. Juni
Die Fan Fair Tage liefen alle ähnlich ab. Am Morgen erhielten wir Infos von Maya und dann ging es los Richtung Fan Fair Gelände.
Trotz den vielen Besucher (über 20`000) hielt sich das Verkehrschaos in Grenzen und es gab auch immer genügend Parkplätze. Dieses Jahr war die Fan Fair nicht ausverkauft, ansonsten hätten sich ca. 24`000 Country-Begeisterte auf dem Gelände getummelt.
Was die Tonqualität anbelangt sind die Konzerte alles anders als musikalische Leckerbissen, meistens zu Laut und die Abmischung stimmte auch selten. Das kommt daher, da die Tontechniker bei jedem Showwechsel auch ausgewechselt werden.
An der Fan Fair gibt es sehr viele Neue, welche hier die Chance haben, erstmals vor grossem Publikum aufzutreten. Das die Grossen der Szene an die Fan Fair kommen ist nicht ganz selbstverständlich, da sie keine Gage erhalten und ihre Musiker selber bezahlen müssen. Es hat aber immer solche dabei, die die Fan Fair zu dem machen, was der Name sagt: eine Party für die Fans, welchen sie auch ihren Erfolg verdanken. An diesem Abend genossen wir eine super Abendshow u. a. mit Trisha Yearwood, Lee Ann Womack und natürlich noch dem Feuerwerk.

Mittwoch, 16. Juni
Maya informierte uns sehr gut, und sparte auch nicht mit persönlicher Meinung über die ihr bekannten Künstler. So wurde uns manches klar, wie gewisse Sachen laufen oder eben nicht laufen.
Das sich die Fan Fair nicht nur auf dem Gelände abspielte, ist keine grosse Überraschung. Jeder Shop ist auf die Fan Fair ausgerichtet und überall wird Live-Musik geboten. So auch in der Grand Ole Opry, welche wir am heutigen Abend besuchten.
In der Opry wird man als Künstler eingeladen und verpflichtet sich, dreimal jährlich ohne Gage aufzutreten. Das Geld wird dann für verarmte oder kranke Musiker gebraucht. Während der Fan Fair sind schon viele Künstler in der Stadt und nutzen dann die Gelegenheit, um in der Opry aufzutreten. Auch braucht man nicht ein ganzes Konzert zu geben, sondern es reicht wenn man drei Songs spielt. Im Viertelstundentakt gaben sich Bekannte und weniger Bekannte die Klinke in die Hand.

Brooks & DunnDonnerstag, 17. Juni
Heute war letzter Fan Fair Tag und wir gingen wieder zeitig los. Das Programm war während der ganzen Fan Fair gut gestaltet und heute war als grosse Attraktion Alan Jackson angesagt. Aber auch Brooks & Dunn, Diamond Rio und wie sie alle heissen gaben sich die Ehre.
Den Abend wurde dann wieder in der Grand Ole Opry verbracht. Die Qualität der Musik lässt sich nicht mit der Musik an der Fan Fair vergleichen. In der Opry ist das, Akustisch gesehen, sensationell und ich empfehle allen, dort mal ein Konzert zu besuchen.

Freitag, 18. Juni
Da heute keine Fan Fair-Konzerte mehr waren, ging es an die Geschenke für die Daheimgebliebenen. Ausserdem besuchten wir noch die "Country-Music Hall of Fame", und auch dem berühmten Opryland-Hotel (das grösste Hotel der Welt, das kein Kasino enthält) wurde ein Besuch abgestattet.
Am Abend trafen wir uns alle im Wildhorse Saloon, für das Abschiedsessen. Hier trat Brad Paisley auf, welchen wir auch an der Fan Fair schon gesehen hatten. Das Haus war zum bersten voll und auf der Tanzfläche hatte es kaum noch Platz. So ging auch der letzte Abend mit Country-Musik zu ende.

Samstag 19. Juni
Wohlweislich hatten wir am Abend schon gepackt und hatten genügend Zeit, um zum Flughafen zu gelangen.Nur noch Auto abgeben und einchecken, schon war die Fan Fair Geschichte, aber eine Gute. Ich habe die Country-Musik und die spezielle Atmosphäre sehr genossen und würde so etwas wieder mal machen.

 
 
Mario Calarota, Juni 1999
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