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Klein-Gstaad in Ortschwaben/ BE
Ehrlich gesagt, vor diesem Tag wusste ich nicht, dass es Ortschwaben
gibt, geschweige denn wo es liegt. Und dort soll eine internationale
Country Night stattfinden? Bald war mir aber klar, dass dieses
Ereignis in der grösseren Region, ja sogar im Ausland ein
Begriff war. Schon zum 19. Mal veranstaltete der Country &
Western Club Bern diesen renommierten Anlass. Und das mit Erfolg,
denn auf der Eingangstür stand gross Ausverkauft.
Irgendwie erinnerte mich die Veranstaltung an Gstaad: internationale
und bekannte Künstler, eine Pressekonferenz, einen kompetenten
Moderator und auch ein internationales Publikum.
Den
musikalischen Auftakt als Einheizer machte Jim Everett
mit seinen beiden Kollegen. Jim ist waschechter Ami, der nach
seiner Armizeit in Deutschland hängen geblieben ist. In der
Schweiz ist Jim noch nicht viel aufgetreten. Er hatte einen engagierten
Fiddler dabei und sie spielten viele bekannte Covers. Dem Publikum
gefielen die bekannten Melodien während sie teilweise noch
im Überlebensinstinkt an der Getränke- und Essensausgabe
anstanden.
Die Organisation klappte bestens und man spürte die langjährige
Erfahrung der Veranstalter. Die ca. 50 Helfer bildeten ein aufgestelltes
Team und trugen damit ihren Teil zur guten Stimmung im Saal bei.
Dem hübschen Hank und seine Kollegen gehörte als nächstes
die Bühne. Man sah ihm seine 80 Jahre kaum an. Spätestens
jetzt war jedem klar, dass die Biographien der Mitglieder der
Band Handsome Hank and His Lonesome Boys ein
Schwindel sind. Die Jungs boten sehr gute Unterhaltung und schafften
es mit ihren bluegrassigen Pop-Covers immer wieder die Aufmerksamkeit
des Publikums zu gewinnen. Viel Applaus bestätigte die gute
Resonanz der Musik im Publikum.
In der Pause trat wieder der sympathische Moderator Reto Winkler
in Aktion. Er dankte den Sponsoren, Helfern und dem Publikum für
ihren Part am Gelingen desAbends. Da nach der 19. im nächsten
Jahr die 20. Country Night angesagt ist, feiert man natürlich
das Jubiläum speziell. Der Club macht eine einwöchige
Reise nach Spanien.

Je später der Abend desto hübscher die Sängerinnen.
Insider wissen, dass ich von den Road Riders spreche. Man
gäbe es der zierlichen Leadsängerin Linda nicht, dass
sie eine so bestimmte und volle Stimme hat. Die Band transferierte
ihren satten Sound sehr direkt in die Ohren der Zuhörer und
Tänzer. Das war moderner Country, wie die Leute ihn mögen.
Man hätte der Band noch lange zuhören können, aber
die Hauptattraktion des Abends war inzwischen bereit. Es war nicht
so, dass man von den Road Riders nichts mehr zu hören bekam,
denn sie waren auch Begleitmusiker von Becky Hobby und Duane
Sciacqua.
Die quirlige Lady und ihr Mann können aus einer reichhaltigen
Palette von eigenen Songs schöpfen. Viele dieser Songs wurden
auch von anderen Künstlern übernommen, aber wir durften
sie für einmal im Original hören. Beckys
energiegeladene Show zog alle im Saal in den Bann. Da konnte man
nicht mehr stillsitzen (die zahlreichen Line Dancer sowieso nicht).
Aber auch der Herz-Schmerz kam nicht zu kurz und so durften wir
ein abgerundetes Programm geniessen. Thank you Becky!
Mindestens zwei Dinge habe ich an diesem Abend gelernt: wo Ortschwaben
ist und dass die Country Night Bern auf jeden Fall eine Reise
wert ist!
Gruss Arthur
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