Review -David Waddell - Truck Broke Down

David Waddell - Truck Broke Down

   

Truck Broke Down ist erhältlich bei http://www.davidwaddell.eu/

 

   
Length
 
BPM
1 Truck Broke Down
03:33
 
88
2 Smokey Mountain Rain
03:23
 
110
3 Hard Times For The Working Man
02:27
 
94
4 I Can't Win
03:15
 
96
5 Drums Of War
03:03
 
74
6 All For Nothing
03:55
 
87
7 Land Of The Dixie
02:04
 
213
8 Greatest Love Of All
03:44
 
67
9 Lovin´ On The Bayou
03:05
 
75
10 Lady And The Outlaw
03:47
 
85
11 Wake Up America
02:34
 
202
12 True Blue
03:40
 
90

2007 Published by Big Waddy Music (ASCAP) &
Donkey Farm Songs (ASCAP) (BUG MUSIC)


Wer die Biographie von David Waddell liest, stösst auf viele bekannte Namen aus der alternativen Country und Singer/Songwriter Szene. Geboren in South Carolina zog er in den frühen 70er Jahren nach Nashville. Dort spielte er in einem Zeitraum von 10 Jahren unter anderem mit Billy Joe Shaver, Townes Van Zandt, Kathy Mateo, Willy Nelson, Richard Dobson, Calvin Russell und Stella Parton. Mit den Jahren entwickelte David seinen eigenen Stil irgendwo zwischen Country, Blues, Bluegrass, Folk, R&B, Rock, Cajun und Tex-Mex.

Nach den Jahren in Nashville zog David nach Austin, Texas und spielte wieder mit den alten Freunden Billy Joe Shaver und Townes Van Zandt. 2004 brachte David sein erstes Solo-Album "Last one to know" heraus.

Seit Oktober 2006 lebt David Waddell in Deutschland, am Bodensee. Er spielt und tourt mit seiner neuen Band "Hellbound Train" in Europa. Schon mehrere Auftritte brachten ihn in die Schweiz, z.B. Festival in Col-des-Roches, Country-Festival Herisau oder Trucker- und Country-Festival Interlaken.

David Waddell, zweifacher Vater, fühlt sich in der Schweiz wie zu Hause: «I love Switzerland, I have a lot of friends here.» Das Publikum schätze seine Songs mehr als in den USA und höre ihm auch zu. In den USA würden die Leute oft zu Country nur tanzen und trinken, aber gar nicht zuhören. Zudem liebe er das Essen in der Schweiz: «There is real food with corn and beans!»

Truck Broke Down ist also David Waddell's zweite CD. Er hat sie selber herausgebracht und sie kann über seine Website www.davidwaddell.eu oder an seinen Konzerten gekauft werden.

Eröffnet wird die CD mit dem Titelsong Truck Broke Down. David's tiefe Stimme gibt dem gitarrenbetonten Song eine authentische Truckernote. Sein Truck hat eine Panne und er schafft es nicht mehr nach Carolina. Ein eher düsterer Song mit viel Feeling. Beschwingter kommt Smokey Mountain Rain daher. Ein schöner Country Cha Cha mit viel Steel Guitar. Er betet zu Gott, seine Liebe im Regen der Smokey Mountains wieder gern haben zu können.

Sozialkritisch geht es im Banjo durchzogenen Hard Times For The Working Man zur Sache. Seine Familie braucht "some chicken in the pot". Es ist hart für die Arbeiterklasse und die Politiker sollen ihm einen Job besorgen. Ein klassischer Country-Song der vom Outlaw Haggard stammen könnte.

Can't Win ist ein gefälliger Song mittleren Tempos. Er geht mit dem Wind und kann nicht bei Ihr bleiben, weil er sie nicht gewinnen kann. Militärisch beginnt Drums Of War. Sie rufen ihn um in den heiligen Krieg zu ziehen. Gott soll die Guten segnen und die Schlechten besiegen. Ein bisschen verstaubt und heroisch tönt das Lied vom Lautsprecher.

Ein Familien-Südstaatenwalzer ist All For Nothing. Hier kommt David's Stimme voll zur Geltung und trägt durch die schweren Kriegsstunden. Aber es war alles vergebens, wie der Song das schon sagt. Wer etwas Bluegrass und Dixieland mag, kommt bei Land Of The Dixie auf seine Kosten. Hier kommt etwas Blasmusik-Partysimmung auf.

Zur Sache, nämlich zur Liebe, geht es wieder beim nächsten Song. Greatest Love Of All ist stilistisch schwierig einzuteilen. Mit Sax und Trompete definitiv kein Country Song.

Jazzig, gefühlvoll, mystisch ertönt Lovin´ On The Bayou. Immer noch irgendwo im Sumpf im tiefen Süden fühlt man sich in Lady And The Outlaw. Die Liebe ist ein Spiel, das in Gold gewickelt ist. Ein Song mit zwei Tempi.

Wieder kritisch ist der lüpfige Song Wake Up America. Die Armen werden schwächer und die Reichen werden stärker. Aber wir beten zu Gott und stehen zu Rot, Weiss und Blau. Wir finden sicher unseren Weg nach Hause.

Wieder melancholisch und traurig (blue) präsentiert sich der letzte Song True Blue. Ein Walzer mit interessanter Betonung durch das Schlagzeug.

Diese vielseitige CD bietet Musik aus dem Süden der USA zwischen Texas, Carolina und Tennessee. Zum Teil bewschingt und wieder melancholisch schöpft sie aus einem grossen Reservoir ursprünglicher amerikanischer Musik. Obwohl alles Eigenkompositionen von David sind, hat man oft das Gefühl einen bekannten Song zu hören. Wer nicht nur 0-8-15 Country Pop mag, kann auf dieser CD viel entdecken und hat seine wahre Freude daran.

Arthur Furrer

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