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Interview with Dagmar
MM: Dagmar, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur 15. Longplay und dem langjährigen Plattenvertrag. Ganz schön beeindruckend, wenn man in der Boulevard-Presse liest, wie viele sogenannte "Superstars" ihre Plattenverträge verlieren. DAGMAR: Danke für die guten Wünsche, ich weiß, sie kommen von Herzen. Ja und Danke an meine Plattengesellschaft TYROLIS. Ich fühle mich gut aufgehoben und das kommt auch der Kreativität zu Gute. Es fällt leicht neue Ideen und Anregungen zu platzieren. Man diskutiert kontruktiver und findet immer eine gemeinsame Linie. Der Erfolg gibt uns allen Recht ! MM: Da muss es ja richtig Spaß machen, ins Studio zu gehen. Du hattest diesmal einen amerikanischen Auftragsproduzenten, Ron Reid Gardner. Also das Aufnahmeteam wurde gewechselt - warum?
MM: Ist das der Grund, weshalb man beim Festival am Nürburgring eine verstärkte Musik-Family erleben konnte? DAGMAR: Oh ja - Gut aufgepasst ! MM: "Ich geh meinen Weg" heißt nicht nur Dein neues Album, sondern der rockige Titelsong und den hast Du ganz alleine "gemacht". Im Booklet schreibst Du ausdrücklich, dass Du diesen Song für einen Mann geschrieben hast. Gib's dafür einen aktuellen Anlaß? DAGMAR: Dieses Lied habe ich für einen jungen Mann geschrieben, der schon fast einhundert Bewerbungen losgeschickt hat und keine Arbeit bekam. Ausgelernt, fleißig, arbeitswillig und mit super Zeugnissen. Unglaublich - aber es gibt viele Dinge in unserer Zeit, die die Menschen einfach fertig machen. Denen fällt es dann schwer, positiv zu denken, an sich zu glauben, weiter vorwärts zu gehen und vor Allem nicht aufzugeben - also "seinen Weg zu gehen". Davon handelt das Lied "Ich geh meinen Weg" und vom Glauben an sich selbst und an Gott. MM: Dagmar, Du gehst Deinen Weg mit modernen und ja man kann schon sagen "frechen" Songs. Und dann die Titel: "Manche nennen es Liebe" und "Ich bin wieder mal zu haus" - im Bluegrass - Sound. Passt das ? DAGMAR: Also hier nenne ich nur einen Namen: die Dixie Chicks !!!! Absolut bluegrass, in den Pop - Charts und Fans bei den Teenies - wow !!! Modern ist doch der, der Erfolg hat - oder ? MM: Das stimmt! Also Shania Twain z.B. hat riesen Erfolg. TYROLIS hat von dir die erste deutsche Version eines Welthits von Shania gerade auch als Single ausgekoppelt. "That don´t impress me much" - "Das imponiert mir nicht". Ist es schwer so einen Titel in deutsch zu bringen. DAGMAR: Oh ja. Man kann in englisch mit wenigen Worten viel sagen und in deutsch braucht man ganze Sätze, das zu umschreiben, was gemeint ist. Ich kenne das ja auch schon von "Jolene". Aber hier hat Holger Oesterreicher Meisterarbeit geleistet. Das Lied sollte ja auch den gleichen Sinn bekommen, wie bei Shania. Das ist schon ein ganz schön kesses Lied - und das ist es jetzt auch in deutsch !! MM: Jetzt komme ich zu einem Song,
auf den Du mit Sicherheit am meissten angesprochen wirst: "Es wird
Zeit dass ich geh - Walking away" - der deutsch - englische Blues
auf deiner CD, mit Duettpartner Don Jensen, der diesen Song auch geschrieben
hat. Als ich das Lied hörte, dachte ich: nein, also das kann doch
jetzt nicht wahr sein - ein Duett mit Mr. Garth Brooks persönlich
!!!!
MM: Also mit anderen Worten - ihr habt mit dem Lied noch was vor ? DAGMAR: Ja, wenn man glaubt einen Hit zu haben, dann muss man auch alles dafür tun, dass es einer werden kann. Aber es ist jetzt noch nicht so weit..... MM: Es gibt so viele Lieder über die Country-Musik hinaus, die Du schon auf der Bühne gesungen hast. In welcher Stilrichtung fühlst Du Dich am wohlsten, außer mit Deinen eigenen Songs. DAGMAR: Oh, es gibt viele gesangliche
Herausforderungen und die mag ich. Dabei ist die Stilrichtung eigentlich
egal, Hauptsache Herausforderung, wie z. B. "Time to say good by"
von Sarah Brightman, was ja oft von meinen Fans auch gewünscht wird.
Es macht mir nichts aus, wenn dann der ein- oder andere Country-Fanatiker
sagt: das ist ja gar kein Country.... MM: Du hast jetzt jedes Jahr eine CD produziert. Denkst Du nicht mal daran eine Pause zu machen? DAGMAR: Nein überhaupt nicht! Es geht ja nicht nur darum, eine neue CD zu haben, sondern um die stätige Präsenz. Man kann nur mit neuen Single - Auskoppelungen und neuen Alben die Radio- u. TV Präsenz erhalten. Hier ist es üblich, dass es von den Künstlern immer wieder etwas Neues gibt. Und so lange ich da mitmischen kann, werde ich es auch. Es geht ja nicht nur um mich, sondern um die Country-Musik in Deutschland und somit um unsere Szene und deren Bedeutung und Anerkennung. In diesem Sinne - danke DAGMAR für das Interview und weiterhin viel viel Erfolg. ©Mike Marasch |
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